Die moderne Schatzsuche - Geocaching

Moderne Schatzsuche im Naturpark Obsthügelland

"Ich hab' ihn!" Diesen freudigen Satz konnte man am Donnerstag, den 9. August 2012 kurz vor Mittag und nach einer gut zwei-stündigen Wanderung und kurzer, aber intensiven Suche beim Cache-Versteck vernehmen. Der „Schatz“ war gefunden!

In letzter Zeit findet die moderne Freizeitbeschäftigung „Geocaching“ immer mehr Anhänger.
Dies war auch der Grund, warum der Naturpark Obsthügelland die erste geführte Geocaching-Wanderung anbot. Das Interesse daran war groß. Insgesamt nahmen 26 Personen teil, wobei Kinder den größten Anteil stellten.

Heinz Steiner, Natur- und Landschaftsführer und Geocacher, brachte bei dieser speziellen Wanderung im Samareiner Naturpark Obsthügelland den interessierten Teilnehmern Geocaching näher. Er erklärte unter anderem den Umgang mit GPS-Geräten, welche Cache-Typen es gibt, wo Caches publiziert werden, sowie den tieferen Sinn von Geocaching: mittels eines angelegten Caches Personen an Orte (Natur, Bauwerke, …) zu führen, die nicht in Wanderkarten verzeichnet oder bekannt sind oder an denen man sonst achtlos vorbei fährt oder wandert, ohne deren Besonderheit oder Einzigartigkeit erkannt zu haben.
Ganz besonders appellierte der Natur- und Landschaftsführer an die Teilnehmer, beim Suchen (und auch beim Legen) eines Caches, Vorsicht walten zu lassen und nicht bedenkenlos, achtlos oder gar mutwillig die Umgebung zu zerstören (z.B. Zertrampeln von Blumen, wild in Wald oder Wiese umher zu rennen, ...) und auch darauf bedacht zu sein, dass man keine private Rechte verletzt (z.B. private Grundstücke, Gebäude, … ohne Genehmigung betritt).
All diese, nennen wir sie „Bedenkenlosigkeiten“ führen dazu, dass diese nette, Wissen vermehrende und gesunde Freizeitbeschäftigung in Verruf gerät und Caches wieder entfernt werden müssen.

Für diese Geocaching-Wanderung (gut 4 km) arbeitete Heinz Steiner extra einen kleinen Multi-Cache mit drei Stationen aus.
Ein „Multi“ besteht aus mehreren sehenswerten oder interessanten Stationen an denen es Aufgaben zu lösen gilt, um die nächsten Stationen und letzten Endes auch die finalen Koordinaten des Cache-Versteckes errechnen zu können.
Natürlich galt es auch hier am Schluss den gelegten Cache zu finden und zu heben.

Bei dieser Wanderung erfuhren die Teilnehmer von dem Natur- und Landschaftsführer nebenbei auch einiges über die am Weg vorzufindende Flora.

Alles in Allem war es eine gelungene Wanderung mit Spaß, Rechnerei und interessanten Entdeckungen.